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Eisenbahnüberführung B5 / Langenhorn


Ingenieurbau / Brücken

Bauvorhaben:
Sanierung Lager und Fahrbahnübergänge EÜ B5 bei Langenhorn, Bahnstrecke Elmshorn - Westerland/ Sylt

Bauherr:
Deutsche Bahn AG - Netze

Planung: 2012
Ausführung:
Notmaßnahmen: 2012
Sanierung Lager und Fahrbahnübergänge: steht noch aus

Bauwerk:
Die Überführung der zweigleisigen Strecke besteht aus zwei unabhängigen Trogbrücken, die 1966 als vollwandige Stahlkonstruktion mit durchgehendem Schotterbett errichtet wurden. Sie kreuzen die Bundesstraße in einem sehr spitzen Winkel von 27,6 Neugrad rsp. 24,9 Altgrad bei einer Stützweite von 36,26m. Die Widerlager sind flach gegründet.

Grund der Lagersanierung:
Bereits kurz nach der Inbetriebnahme der Brücken ergaben sich Schwierigkeiten mit den Lagern der Fa. Kreutz/Siegen, vornehmlich der Rollenlager, die aufgrund des patentierten Materials der Fa. einen extrem kleinen Rollendurchmesser besitzen. Selbst ein Austausch der Lager verbesserte die Probleme nicht. Und zwar wurden die Lagerrollen von Anfang an seitlich von den Führungsknaggen gedrückt, so dass die Seitenführung der Brücken auf der Loslagerseite irgendwann ausschließlich von den Schottertrögen in ihrer Durchführung durch die Kammerwände übernommen wurde. Das wieder führte zu Rissen in den Widerlagern und zu ständigem Durchfall des Schotters auf die Widerlagerbänke und die Bundesstraße durch die sich vergrößernden Spalte. Die Rollen der Rollenlager wanderten aufgrund hoher Lasten, für den die Führungsknaggen nicht ausgelegt waren, unkontrolliert aus und drohten zuletzt von den Lagerplatten zu stürzen.

Schadensursache:
Als Ursache der Probleme wurden von uns die wegen der Brückenschiefe unsymmetrischen Seitendrücke des Schotters auf die Schottertröge festgestellt, die erstaunliche Größen erreichen und in der Ursprungsstatik nicht berücksichtigt waren.

Planungsumfang:
Die Feststellung der Ursachen zog außer der Sanierung der Lager auch die Erneuerung der Fahrbahnübergänge nach sich, um dem Schotter keine Spalte zum Durchfall zu bieten. Die Sanierung sieht außerdem den zusätzlichen Einbau von Führungslagern vor.

Notmaßnahmen:
Wegen der prekären Situation wurde vom DB-Bauhof darauf gedrungen, unabhängig zur Sanierungsplanung Notmaßnahmen durchzuführen. Diese bestanden aus dem Einbau von Ersatzrollenlagern und der Montage von Querführungskonstruktionen an der Loslagerseite, um die Lager von Seitenkräften frei zu halten. Dauerhafte Lösungen der Probleme können die Notmaßnahmen jedoch nicht bieten.






Bild Nr.1: Westansicht Überbau
Bild Nr. 2 Gleisbett
Bild Nr. 3 u. 4: ausgewanderte Lagerrolle
Bild Nr. 5: Notmaßnahmen, Querführungskonstr. im Detail
Bild Nr. 6 Notmaßnahmen, Querführungskonstruktion und Hilfsstützen f.Lagerumbau
Bild Nr. 7 u. 8: Notmaßnahmen, Ersatzlager

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DB-Quali
Präqualifikation für Tragwerksplanung 10/2010

f+h-Artikel
Veröffentlichung in "Fördern + Heben" 10/2010

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Tragwerksplaner in der Denkmalpflege

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