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AIRBUS Deutschland - Schalenpuffer Halle 1


Hochbau / Industriebauten

Bauvorhaben:
Neue SA Strukturmontage Halle1 – Schalenpuffer

Bauherr u. Auftraggeber:
Airbus Deutschland GmbH

Bauort: Werk Hamburg-Finkenwerder
Ausführung: 2007 bis 2009

Im Zuge des Umbaus zur Sektionsmontagehalle für die Single-Aisle-Baureihe A318/319/320/321 wurde an der ehemaligen Hangartorwand der Halle 1 ein 12m tiefer und 60m langer Hallenanbau errichtet, in dessen Westteil ein Schalenpuffer für die Flugzeug-Rumpfsektionen 15 und 17 eingebaut ist. Der Schalenpuffer umfasst auf ca. 600qm die Andockhalle, in der die angelieferten Flugzeugschalen entladen werden, den Puffer, in dem die Schalen zwischengelagert werden und die Übergabestationen an die Produktion.

In der Andockhalle werden die Transportcontainer mit einem Spreaderkran von den LKW-Aufliegern abgehoben und an die Hängebahn des Puffers „angedockt“. Die Öffnung zur Halle von ca. 11m x 3,5m wird durch ein Spezial-Rolltor mit unten liegendem Rolltorpanzer und Gegengewichten geschlossen. An der Laderampe dient ein über 11m langes Hubgeländer der Absturzsicherung.

Im Schalenpuffer werden die Schalen an einer DEMAG-KBKII-Hängebahn gepuffert. Die Hängebahn umfasst u. A. ca. 150m Schienen, 17 Schwenkscheiben, 4 Weichen, 12 Stopstationen und 2 Kettenhebezeuge für die Schalenentladung. Schwenkscheiben, Stopstationen und Weichen können von einem zentralen Schaltpult, das auch die Andockstation steuert, und von zwei dezentralen Schaltpulten wahlweise einzeln oder als Gruppe geschaltet werden, außerdem sind halbautomatische Fahrstraßensteuerungen eingebaut. An zwei Plätzen im Schalenpuffer werden Beschläge an den Schalen montiert; hierzu sind insgesamt 5 verschiedene Beschlagsmontagebühnen und ein verfahrbares, elektrisches Handlingsystem (Kettenzug mit Spezialzange) vorgesehen.

Aus der Hängebahn führen zwei unterschiedliche Stichbahnen in die Halle, an denen die Schalen der Sektion 15 und 17 der Produktion zur Verfügung gestellt werden. Damit das Personal die Krananschlagpunkte erreicht, sind dort jeweils motorisch angetriebene Hängebühnen installiert.

Insgesamt erhielt luenserplan engineering den Auftrag zur Objekt-, Tragwerks- und TGA-Planung des Projekts mit folgenden Komponenten (u. A.):

a) Gebäude ( in Zusammenarbeit mit Henschker & Partner GmbH, Hamburg),
b) Hängebahn incl. Tragwerk,
c) 10to-Spreaderkran,
d) Andockstation mit Sonderrolltor und Hubgeländer,
e) 2 Hängebühnen,
f) 5 Beschlagsmontagebühnen,
g) 2 Kettenhebezeuge,
h) 1 Handlingsystem
etc.

Das komplette Projekt wurde von luenserplan engineering entwickelt und bis zur Abnahme betreut. Bei fast allen Komponenten handelt es sich um Prototypen ohne direktes Vorbild. Z. Z. ist unser Auftrag um die Planung eines Umbaus erweitert worden, nach dem auch das Andocken von Fremdcontainern möglich sein wird.

Bauvorhaben #97 Bauvorhaben #97 Bauvorhaben #97 Bauvorhaben #97 Bauvorhaben #97 Bauvorhaben #97 Bauvorhaben #97 Bauvorhaben #97

DB-Quali
Präqualifikation für Tragwerksplanung 10/2010

f+h-Artikel
Veröffentlichung in "Fördern + Heben" 10/2010

propstei
Tragwerksplaner in der Denkmalpflege

Ing-Preis
Ingenieurbau-Preis 2002

St.-Nr.: 47/149/01058
USt-Id-Nr.: DE 118 919 569
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